Pferdeosteopathie - Osteopathie für Pferde

tl_files/osteopathie/osteo_andrea2.jpgWie bei der Osteopathie generell, ist es auch bei der Pferdeosteopathie wichtig, auf die funktionellen Zusammenhänge zu achten. So kann z.B. eine Blockierung des Zungenbeins eine Lahmheit auslösen, genauso wie eine Läsion der Halswirbelsäule oder ein nicht passender Sattel eine Lahmheit auslösen kann. Hieraus wird ersichtlich, wie wichtig es ist, das Pferd in seiner Gesamtheit zu betrachten.

Wobei kann die Pferdeosteopathie helfen?

  • Unterschiedliche Formen der Lahmheit z.B. verursacht durch Stürze, Schläge anderer Pferde, Festliegen, ...
  • Bei andauernder oder wiederkehrender Steifheit
  • Bei schlechter Kopf-, Schweif- oder Halshaltung in Ruhe oder bei der Arbeit
  • Bei Schmerzanzeichen
  • Bei Widersetzlichkeiten gegen Reiterhilfen, Problemen mit Aufrichtung, Biegung, Geradestellung, Losgelassenheit oder Versammlung, die nicht auf reiterliche Probleme zurückzuführen sind
  • Rehabilitation nach Verletzungen
  • Bei Taktfehlern
  • Bei Pferden, die widerwillig die Hufe geben
  • Bei Leistungsminderung
  • Bei nicht erklärbaren Verweigerungen an Hindernissen
  • Muskelverletzungen, Sehnen-, Gelenk- und Hufentzündungen und vielen anderen Krankheiten, die bereits tierärztlich versorgt wurden
  • Zur Ergänzung bei einer Ankaufsuntersuchung
  • Zum jährlichen Check-up

tl_files/osteopathie/bewanalyse.jpgBeim typischen Ablauf der pferdeosteopathischen Behandlung stelle ich Ihnen zuerst allgemeine Fragen zu Ihrem Tier, wie Alter, Rasse, Nutzung, Fütterung und Ausbildung... Dann folgt ein allgemeiner Sichtbefund, dem eine Bewegungsanalyse im Schritt, manchmal auch an der Longe und unter dem Reiter folgen kann.

Ich werde mir Ihr Sattelzeug ansehen und Ihnen gegebenenfalls Hinweise auf mögliche Korrekturen geben, denn ein zu enger Sattel verhindert die durch die Behandlung gewonnene Beweglichkeit der Schulter oder der Brustwirbelsäule.

Um einen langfristigen Therapieerfolg herzustellen, erhalten Sie Hinweise, wie das Pferd besser bewegt wird, um bestimmte Muskelpartien zu kräftigen.

Es folgt ein Tastbefund u.a. auch der Zähne. Probleme im Zahnbereich strahlen über das Kiefergelenk sehr weit aus, können auch Ursache für Koliken, Schlundverstopfungen oder - im Fall von Wolfszähnen - häufige Ursache für Mauligkeit beim Reiten sein.

Nach dem Tastbefund werden alle Gelenke auf ihre Beweglichkeit getestet. Im Seitenvergleich finden sich Unterschiede, wonach die betroffenen Körperteile korrigiert und erneuten Tests unterzogen werden. Die Vielfalt der angewandten Techniken ist angepasst an die Vielfalt der Ursachen von Bewegungseinschränkungen und die Gesamtsituation des Pferdes.

Wie lang dauert eine pferdeosteopathische Behandlung?
Da das gesamte Pferd untersucht wird, evtl. auch an der Longe und/oder unter dem Reiter betrachtet wird, dauert die Behandlung 1 - 1 ½ Stunden, in Ausnahmefällen auch länger.
         

Was ist nach der Behandlung?
Nach einer pferdeosteopathischen Behandlung sollte man dem Pferd eine Reitpause von ca. 48 Std. gönnen, um ihm die Möglichkeit zu geben, sich an sein neues Bewegungsmuster zu gewöhnen - grundsätzlich ist Bewegung aber gut. Wenn Ihr Pferd die Weide oder das Paddock gewohnt ist, sollte es den Weidegang oder auch Spaziergang bekommen.

Ist eine weitere Behandlung nötig?
Um die durch die Behandlung aktivierten Selbstheilungskräfte voll auszuschöpfen, sollte eine Folgebehandlung frühestens in 3-4 Wochen erfolgen, in ca. 80 % aller Fälle genügt jedoch eine einmalige Behandlung. Ansonsten können weitere Behandlungen in individuellen Abständen erfolgen.

Haben Sie ein Sportpferd, kann es sinnvoll sein, die Behandlung in regelmäßigen Abständen zu wiederholen - Spitzensportler beanspruchen ihren Physiotherapeuten/Osteopathen schließlich fast täglich! Grundsätzlich ist für jedes Pferd ein Check-up in regelmäßigen Abständen sinnvoll. So können Bewegungseinschränkungen früh erkannt und langwierige Probleme wie Lahmheiten, Rittigkeitsprobleme und Verhaltensveränderungen vermieden werden.

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